Orte der Verfolgung in Hannover: Header Niedersächsisches Landesmuseum

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover lang

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover Hannover war in den 1920er Jahren eine moderne Industriestadt – und im allgemeinen Kunstgeschmack gleichzeitig „stocksteife Provinz“ (Sophie Küppers-Lissitzky). Gleichwohl bestanden mit der Kestner-Gesellschaft, der Landesgalerie unter Alexander Dorner und der Künstlergruppe „die abstrakten hannover“ mit Kurt Schwitters einige Inseln der Avantgarde. Dieser Aufbruch wurde nach 1933 erstickt. Hannover: Provinzialmuseum, heute Niedersächsisches…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header "Schmutz und Schund" Die Mellini-Affäre

Die Mellini-Affäre lang

Die Mellini-Affäre In der Artilleriestraße (heute Kurt-Schumacher-Straße) befand sich gegenüber der Einmündung der Odeonstraße das Mellini-Theater. Es handelte sich dabei um ein Varieté-Theater oder Boulevard-Theater. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es zu einem Kraft-durch-Freude-Theater umgestaltet, das an der Heimatfront für (Durchhalte-)Stimmung sorgen sollte. Hannover: Anzeige für die Operette "Das Dreimäderlhaus" im Mellini-Theater, aus: Volkswille Nr.…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header Städtisches Gesundheitsamt 1935-37

Laves-Haus am Friedrichswall: Städtisches Gesundheitsamt 1935-37 lang

Laves-Haus am Friedrichswall: Städtisches Gesundheitsamt 1935-37 Das Gebäude wird 1823-24 vom berühmten Hofarchitekten und Stadtplaner Georg Ludwig Friedrich Laves errichtet, er bewohnt es bis zu seinem Tod. 1855 kommt der separate Nebenbau als Atelier- und Wohnhaus für seinen Sohn hinzu. Die Gebäude werden seit dem Jahre 1908 von der Stadtverwaltung genutzt. Beide Häuser überstehen den…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header Edelmetallabgabe beim Leihamt

Ehemaliges Leihamt der Stadt Hannover lang

Zwangsabgabe im städtischen Leihamt An der Beraubung und Verdrängung der jüdischen Bevölkerung war auch die Stadtverwaltung beteiligt. Im Frühjahr 1939 wurden die Juden Hannovers und seiner Umgebung gezwungen, alle Edelmetallgegenstände in ihrem Besitz in das städtische Leihamt am Hohen Ufer zu bringen. Heute steht dort das Historische Museum Hannover. Hannover: Ehemaliges Zeughaus am Hohen Ufer,…

Ort der Verfolgung in Hannover: Header Oberfinanzpräsidium: gesetzlicher Raub

Oberfinanzpräsidium lang

Oberfinanzpräsidium: Gesetzlicher Raub Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurden wenige Täter aus den Spitzen der Partei, Gestapo, SS, Wirtschaft und Justiz bestraft. Aber die Verdrängung und Beraubung der jüdischen Bevölkerung hatte viele Helfer in Ämtern und Verwaltungen: Schreibtischtäter. Terror und Bürokratie gingen Hand in Hand. Hannover: Altbau des Finanzamtes in der Hardenbergstraße, 2014. Foto Michael…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header Ehemaliges Gerichtsgefängnis

Gerichtsgefängnis Hannover lang

Ehemaliges Gerichtsgefängnis Hannover Abgerissen nach dem Krieg: Nur ein Mahnmal neben dem Kulturzentrum Pavillon erinnert an das ehemalige Gerichtsgefängnis Hannover und seine Rolle im Nationalsozialismus. Hier waren zwischen 1933 und 1945 auch zahlreiche politische Gegner des Regimes und Homosexuelle, Sinti, Zeugen Jehovas sowie während des Krieges ausländische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen inhaftiert. Hannover: Gerichtsgefängnis, ca.1947. Archiv…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header Polizeipräsidium Hardenbergstraße

Polizeipräsidium Hardenbergstraße lang

Polizeipräsidium Hardenbergstraße   Ort der Verfolgung: In dem 1903 eingeweihten Gebäude des Polizeipräsidiums war zu Beginn der NS-Herrschaft neben der Kriminalpolizei auch die Geheime Staatspolizei Gestapo Hannover untergebracht. In das angegliederte Polizeigefängnis wurden auch Gegner des NS-Regimes sowie rassisch Verfolgte gesperrt. Dieser Zellenblock ist nahezu unverändert erhalten. Hannover: Historisches Hauptgebäude der Polizeidirektion, 1903 als Königlich…

Orte der Verfolgung in Hannover: Header Gedenkort Bücherverbrennung

Gedenkort Bücherverbrennung an der Geibelbastion lang

Gedenkort Bücherverbrennung an der Geibelbastion Am 10. Mai 1933 verbrannten Angehörige der hannoverschen Hochschulen am Bismarck-Turm in den Maschwiesen (heute Maschsee) die Bücher von jüdischen, liberalen, pazifistischen und marxistischen Schriftstellern. Hannover: Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 am Bismarckdenkmal, Pressefoto aus: Die Weltschau, 21. 05. 1933, S. 2 Bücherverbrennung 1933 Wo seit 1934 der Maschsee…

Ort der Verfolgung in Hannover. Header für Der Maschsee; Gigantische Pläne

Maschsee Hannover lang

Der Maschsee: Gigantische Pläne Jogger, Wassersportler, Inlineskater: Der Maschsee ist wahrscheinlich das beliebteste Naherholungsgebiet der Hannoveraner. Wenigen ist bewusst, dass sein Bau ein Vorzeigeprojekt der Nazis war. Doch die Pläne für den See sind älter.  Fackelträger-Säule am Maschsee-Nordufer: "Freude, Gesundheit und Kraft" für die Mitglieder der Volksgemeinschaft – für Juden verboten. Das Hakenkreuz im Kreis…

Header Ort der Verfolgung in Hannover: Ballhofplatz und "Altstadtgesundung"

Ballhof und Nationalsozialismus lang

Ballhof und „Altstadtgesundung“ Falsches Mittelalter: Der Ballhofplatz erscheint heute als ein idyllischer Rest des alten Hannover. Dabei ist er viel jünger: Der Platz und die umgebenden Häuser sind ein Ergebnis der nationalsozialistischen Altstadtsanierung vor dem Zweiten Weltkrieg.   "Hannover. Ballhofplatz mit H J.Heim", Ansichtskarte aus dem Verlag von F. Astholz, Wikimedia Commons, Scan vom Original:…