Stadtrundgang zu Orten der Verfolgung und des Widerstands 1933-1945 in Hannover:
ein Projekt aus der Zivilgesellschaft

Diese Internetseite zeigt auf interaktiven Stadtplänen 50 Orte der Verfolgung während der NS-Diktatur in der Mitte Hannovers. Thematische Rundgänge erinnern an die rassistische Verfolgung von Juden und Sinti. Sie führen zu Versammlungsplätzen und Gebäuden der bedeutenden Arbeiterbewegung Hannovers und zeigen Verwaltungen und Museen als Profiteure von finanzieller Ausplünderung und Raubkunst. Denn was in Auschwitz und Bergen-Belsen endete, begann mitten in der deutschen Gesellschaft und vor aller Augen.

Daran ist zu erinnern angesichts des Anwachsens und der offenen Äußerung von Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit, der Verharmlosung der dunkelsten Epoche Deutschlands zum bloßen „Vogelschiss“ (Alexander Gauland, AfD) in 1000 Jahren erfolgreicher Nationalgeschichte. Daran ist zu erinnern, wenn sich heute Corona-Leugner gelbe Judensterne anstecken oder mit dem Widerstand gegen Hitler gleichsetzen – eine ungeheure Verhöhnung der ehemaligen Opfer von Zuchthaus, KZ-Haft und Gestapo-Morden.

Die Arbeit der Redaktion ist ehrenamtlich, die Programmierung wurde aus Spenden finanziert. Träger des Projekts sind der Stadtjugendring Hannover e.V. und das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e.V.

Die Redaktion

Aktuelle Informationen aus der Erinnerungsarbeit:

Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., Hannover
… Mary Wigman und Ada Lessing – eine virtueller Stadtrundgang durch Hannover

Gedenkstätte Bergen-Belsen: Neue Bildungsmaterialien für Schulklassen und außerschulische Gruppen zu Bergen-Belsen

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – ein Projekt initiiert vom Leo Baeck Institute: Shared History Projekt

#everynamecounts ist eine Initiative der Arolsen Archives – mit dem Ziel den Verfolgten des Nationalsozialismus ein digitales Denkmal zu errichten.
https://arolsen-archives.org/enc-intro/de/

Archiv

Ausgewählte Touren zu den Orten der Verfolgung:

Informationen zu den Touren

Alle vier Touren durch die Innenstadt Hannovers starten und enden am ZeitZentrum Zivilcourage gegenüber dem Neuen Rathaus. Sie dauern jeweils rund eine Stunde reine Laufzeit – hinzu kommt die Zeit, die Sie an den einzelnen Orten verbringen. Viele davon sind durch die Zerstörungen des Krieges und den Wiederaufbau vollkommen verändert. Wir bieten viele historische Fotos, damit Sie sich das frühere Aussehen der Stadt vorstellen können. Hilfreich ist auch ein Besuch der vier Stadtmodelle im Neuen Rathaus, um die Veränderungen vor Augen zu haben.

Ausgewählte Orte der Verfolgung und des Widerstands:

Informationen zu den Orten der Verfolgung

Fast 50 Orte in der Innenstadt Hannovers dokumentieren die lokale Verfolgung und den Widerstand gegen die NS-Diktatur: Ehemalige Wohnungen von Menschen, vor denen heute Stolpersteine liegen, Gewerkschaftshäuser, Sitze von Behörden und NS-Parteistellen, Friedhöfe und in der Nachkriegszeit errichtete Denkmale. Viele dieser Orte haben wir durch thematische Stadtrundgänge verbunden, andere können Sie separat besuchen – analog zu Fuß oder mit dem Fahrad oder virtuell vor Ihrem Bildschirm.

VERÖFFENTLICHT VON:

Logo Stadtjugendring Hannover

Stadtjugendring Hannover e.V.

Der Stadtjugendring Hannover ist der Dachverband und der freiwillige Zusammenschluss von derzeit 33 Jugendverbänden und Jugendinitiativen in Hannover. Er versteht sich als Interessenvertretung und Sprachrohr der Jugendlichen aus den Verbänden, aber auch der nichtorganisierten Jugendlichen der Stadt Hannover.

Der Tätigkeitsbereich der Mitgliedsverbände umfasst unter anderem kulturelle, konfessionelle, sportliche, ökologische oder politische Bereiche. Im Mittelpunkt stehen dabei die Jugendlichen und ihre Interessen. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Grundlage der Arbeit der Mitgliedsorganisationen. Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wird den Jugendlichen ein Gemeinschaftserlebnis mit Gleichaltrigen ermöglicht.

www.sjr-hannover.de

Netzwerk Erinnerung und Zukunft

Das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover gründete sich im Juli 2006 als Aktionsbündnis von rund 40 Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen. Absicht war und ist das Wachhalten der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die gemeinsame Abwehr von Intoleranz und Rassismus in der Gegenwart.

Am 16. Februar 2015 hat das Plenum des Netzwerks Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover mit großer Mehrheit die Gründung eines eingetragenen Vereins beschlossen. Er ist inzwischen als gemeinnützig anerkannt. Die Gebietskörperschaften Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover sind über einen Beirat integriert.

netzwerk-erinnerungundzukunft.de