Königsworther Platz Hannover lang

Königsworther Platz alias “Horst-Wessel-Platz” Mörder und ihre Opfer. Zwei Villen an einem Platz. Die „Villa Simon“ war seit dem Jahre 1895 im Besitz der jüdischen Unternehmerfamilie Berliner. 1941 wurde sie von der Stadt Hannover erworben. Ihre jüdischen Bewohner wurden deportiert. Wenige Häuser entfernt befand sich mit dem SS-Abschnitt IV das regionale Hauptquartier der „Schutzstaffel“ (SS).…

Stolperstein für Hermann Federmann

Stolperstein für Hermann Federmann Am nordöstlichen Ende der Wagenerstraße, vor dem Durchgang zur Archivstraße, ist ein Stolperstein für Hermann Federmann in den Boden des Fußgängerweges eingelassen. Stolpersteine erinnern an das Schicksal von Menschen, die im Nationalsozialismus vertrieben, deportiert, in den Suizid getrieben oder ermordet wurden. Sie befinden sich an Orten, wo die Opfer ihren letzten…

Stolperstein für Walter Krämer

Geehrt als „Gerechter unter den Völkern“ Walter Krämer (1892–1941) gerät als kommunistischer Politiker schon kurz nach der Machtübertragung in die Fänge der Nationalsozialisten – die ihn nicht mehr loslassen. Als Funktionshäftling im Konzentrationslager Buchenwald macht er sich in einem Maße um seine Mithäftlinge verdient, dass ihn die israelische Gedenkstätte Yad Vachem posthum als „Gerechten unter…

Calenberger Straße 15: Stolperstein für Richard Lange

Calenberger Straße 15: Stolperstein für Richard Lange Vor dem Haus Calenberger Straße 15 erinnert ein Stolperstein an das Schicksal von Richard Lange. Er wurde als Homosexueller im Jahr 1939 verhaftet und drei Jahre später im Konzentrationslager Mauthausen in Österreich ermordet. Stolperstein für Richard Lange vom 3. März 2009 vor der Calenberger Straße 15. Foto Deutsch-Israelische…

Klagesmarkt Hannover

Klagesmarkt: Umkämpfter Versammlungsplatz Am Ort des heutigen Klagesmarkt wurden im Mittelalter öffentliche Hinrichtungen vor dem Steintor und den Stadtmauern Hannovers vollzogen. Danach begann seine bis heute bestehende Geschichte als Handelsplatz: Einer der größten Pferdemärkte Europas, und seit dem 19. Jahrhundert Markt für Topf- und Porzellanwaren („Pöttemarkt“) und täglicher Obst- und Gemüsemarkt. Uniformierte Nationalsozialisten marschieren nach…

Königsworther Platz Hannover

Königsworther Platz alias “Horst-Wessel-Platz” Mörder und ihre Opfer. Zwei Villen an einem Platz. Die „Villa Simon“ war seit dem Jahre 1895 im Besitz der jüdischen Unternehmerfamilie Berliner. 1941 wurde sie von der Stadt Hannover erworben. Ihre jüdischen Bewohner wurden deportiert. Wenige Häuser entfernt befand sich mit dem SS-Abschnitt IV das regionale Hauptquartier der „Schutzstaffel“ (SS).…

„Judenhaus“ Herschelstraße

„Judenhaus“ Herschelstraße Erzwungene Umzüge: Mehr als 1.200 jüdische Bürgerinnen und Bürger Hannovers mussten nach einer städtischen Anordnung vom 3. September 1941 innerhalb weniger Stunden ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden zwangsweise in 16 „Judenhäuser“ im Stadtgebiet eingewiesen. Das Wohnhaus Herschelstraße 31 war eines von ihnen. Ausweis von Ruth Gröne geb. Kleeberg aus dem Jahre 1944 mit…

Lange Laube 18: Stolperstein für Dr. Fritz Frensdorff

Lange Laube 18: Stolperstein für Dr. Fritz Frensdorff Der Stolperstein vor dem Wohnhaus Lange Laube 18 erinnert an den Arzt Dr. Fritz Frensdorff. Er gehörte zu den vielen älteren Jüdinnen und Juden, die durch die Drangsalierungen des NS-Regimes in den Selbstmord getrieben wurden. Diese Selbstmordwelle erreichte vor den Deportationen aus Deutschland ihren Höhepunkt. Kinderarzt Dr.…

Am Marstall 14: Stolpersteine für die jüdische Familie Bloch

Stolpersteine für die jüdische Familie Bloch Die Familie Bloch ist im Jahre 1905 aus dem heutigen Polen nach Hannover gezogen und gehörte damit zu den ca. 20 Prozent Juden mit osteuropäischen Wurzeln innerhalb der jüdischen Bevölkerung Hannovers. Zwischen 1903 und 1906 litten die Juden in Russisch-Polen unter verheerenden Pogromen. Die am 13. November 2008 vor…

„Judenhaus“ Knochenhauerstraße

„Judenhaus“ Knochenhauerstraße Für mehr als 1200 jüdische Hannoveraner – Frauen, Männer und Kinder – bringt der 3. September 1941 eine dramatische Verschlechterung ihrer Lebenssituation. Innerhalb weniger Stunden müssen sie ihre Wohnungen verlassen und in ein sogenanntes „Judenhaus“ umziehen. Als Hausrat gestattet ist ihnen nur ein Bett, Stuhl, Kommode, etwas Wäsche, einige Kleidungsstücke und Geschirr. Was…