Käte Steinitz

Käte Steinitz zieht mit ihrem Mann im Jahre 1918 nach Hannover. Die studierte Kunsthistorikerin steht bald im Zentrum der literarischen und künstlerischen Avantgarde der Stadt. Das Gästebuch ihres Salons in der geräumigen Wohnung im Haus Basse spiegelt die vibrierende kulturelle Aufbruchstimmung der Zwanziger Jahre – auch in der Provinzmetropole an der Leine. Heute ist das in den 1890er Jahren für die Privatbank Basse gebaute Haus das älteste erhaltene Gebäude an der Georgstraße.

„Hat 1933 Bücher verbrannt“: Seiten aus dem Gästebuch der Familie Ernst und Käte Steinitz, geführt 1920 – 1961. Links eine Zeichnung von Käte Steinitz aus dem Buch „Hahnepeter“, rechts das durchgestrichene Foto des Kunsthistorikers Victor Kurt Habicht, der die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 in Hannover organisiert hatte. Sprengel Museum Hannover, Eigentümer: Kunstbesitz der Landeshauptstadt Hannover

Früher Kontakt mit moderner Kunst

Käte Traumann wird 1889 im oberschlesischen Beuthen (heute Bytom in Polen) geboren. Wie ihr späterer Mann entstammt sie dem gehobenen jüdischen Bürgertum der Stadt, ihr Vater ist dort Richter am Landesgericht. Die Familie zieht nach Berlin und Käte macht sich früh mit den neuesten Kunstrichtungen vertraut. Sie zeichnet und malt dort u.a. bei Käthe Kollwitz und Lovis Corinth und studiert später Malerei, Französisch und Kunstgeschichte an der Pariser Sorbonne. Im Jahre 1913 Heirat mit Dr. Ernst Steinitz. 1918 erfolgt seine Ernennung zum Leiter der Militärlazarette in Hannover, die Familie zieht in die Georgstraße.

mehr lesen…

Text Salon_Käte_Steinitz (PDF)

Weitere Informationen online

Wikipedia-Beitrag Käte Steinitz
Wikipedia-Beitrag Kurt Schwitters
Gabi Stief Ein Loblied auf die Baskenmütze

Literatur Auswahl

Texte und Bildredaktion: Michael Pechel