Gedenkort Neue Synagoge

„Im deutschen Stil“: Im Jahre 1870 wird auf einem offenen Platz der Calenberger Neustadt die Neue Synagoge des bedeutenden jüdischen Architekten Edwin Oppler eingeweiht. In Größe und Baustil drückt sie ein neues Selbstbewusstsein und den Glauben aus, als Juden in der deutschen Gesellschaft gleichberechtigt angekommen zu sein. Denn, so Oppler: „Der romanische Stil ist durch und durch deutsch.“

Späte gesetzliche Gleichstellung

Welch ein Gegensatz zur alten Synagoge von 1827 und ihrem Vorgängerbau von 1703, die sich vor den Augen der nichtjüdischen Bevölkerung in einem Hinterhof der gegenüber liegenden Bergstraße verbargen! Juden hatten über Jahrhunderte kein Wohnrecht in Hannover, wurden nur in der fürstlichen Calenberger Neustadt gegen Sonderzahlungen zugelassen (“Schutzjuden“), erlangen im Königreich Hannover erst 1842 den Anfang einer gesetzlichen Gleichberechtigung. Kaum einhundert Jahre danach ist diese Gleichheit von den Nationalsozialisten zurückgenommen, und der Ort der Neuen Synagoge leer.

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Text Neue_Synagoge_Hannover (PDF)

Weitere Informationen online

Wikipedia Neue Synagoge
Wikipedia Peter Schulze (Historiker)
virtuelle Ausstellung des Niedersächsischen Landesarchivs:
Die Neue Synagoge in Hannover (pageflow.io)
LEMO Das Novemberpogrom 1938
Fritz Bauer Institut, Pädagogische Materialien: Dagi Knellessen, Novemberpogrome 1938 (hier als Download)
Städtische Erinnerungskultur Broschüren und Flyer zum Download
Städtische Erinnerungskultur Informations- und Erinnerungstafeln zum Download

Literatur: Auswahl

Texte und Bildredaktion: Michael Pechel