Familie Fischer, Röselerstraße

In den einfachen Wohnungen der Altstadt, wie der Röselerstraße, leben traditionell viele Ostjuden und Sinti. Die kinderreiche Sinti-Familie Fischer wird aus ihrer Wohnung am 3. März 1943 nach Auschwitz verschleppt. Die Mutter wird mit den jüngeren Kindern dort ermordet.

Die neunköpfige Familie Fischer beim Fotografen, um 1935. Die vier älteren Kinder sind zwischen 1921 und 1928 geboren. Rechts außen der Vater Albert gen. Dänemann Fischer sitzend, ebenso die Mutter Henny gen. Trauba (2.v.l.). Privatbesitz

Wohnungsmeldekarte: „alle 2.3.43 Auschwitz (abgeschoben)“

Im Jahr 1943 ist die Familie Fischer eine der noch ca. zehn Sinti-Familien im engeren Stadtgebiet. Ähnlich der rassistischen Maßnahmen gegen Juden hat sich auch die „Zigeunerpolitik“ ständig radikalisiert: Eine größere Zahl von Sinti ist bereits im Oktober 1938 von ihrem Stellplatz in Hainholz in das Altwarmbüchner Moor am Rande der Stadt Hannover abgeschoben und dort festgesetzt worden. Die Sinti des Moorlagers Altwarmbüchen und der Stadtwohnungen Hannovers werden am frühen Morgen des 1. März 1943 von Polizisten auf Lastwagen getrieben und steigen am folgenden Tag am Bahnhof Fischerhof in Linden einem Sammeltransport nach Auschwitz zu.

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Text Stolpersteine_Familie_Fischer (PDF)

Weitere Informationen online

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus – Materialien aus Niedersachsen
Wikipedia-Beitrag Zigeunerlager Auschwitz
Städtische Erinnerungskultur Verlegte Stolpersteine in Hannover
Städtische Erinnerungskultur Karte verlegter Stolpersteine im Stadtgebiet Hannovers
Städtische Erinnerungskultur Informationsblatt Familie Fischer (PDF)

Literatur Auswahl

Texte und Bildredaktion: Michael Pechel