Stolpersteine für die jüdische Familie Bloch

Die Familie Bloch ist im Jahre 1905 aus dem heutigen Polen nach Hannover gezogen und gehörte damit zu den ca. 20 Prozent Juden mit osteuropäischen Wurzeln innerhalb der jüdischen Bevölkerung Hannovers. Zwischen 1903 und 1906 litten die Juden in Russisch-Polen unter verheerenden Pogromen.

Die am 13. November 2008 vor dem Gebäude Am Marstall 14 verlegten Stolpersteine
Die am 13. November 2008 vor dem Gebäude Am Marstall 14 verlegten Stolpersteine

Eine Bäckersfamilie

Samuel Bloch (1870-1934) und seine Ehefrau Chana Bloch, geb. Imich (1871-1941) ziehen im Jahre 1905 mit vier Kindern (Heinrich, geb. 1897, Franja und Joseph, geb. 1902, und Zilli, geb. 1904) aus dem – damals zum Russischen Reich gehörenden – Czenstochau nach Hannover, wo zwei weitere Kinder (Max 1907 und Rosa 1912) geboren werden. Samuel und Chana bauen sich eine neue Existenz mit einer Bäckerei in der damaligen Schillerstraße 41 (heute: Am Marstall 14) auf. Samuel Bloch wird erstmals im Adressbuch der Stadt Hannover von 1923 als Besitzer des Eckhauses angezeigt: Ladengeschäft parterre, Wohnung im ersten Stock.

Tochter Franja heiratet 1922 in Hannover den Textilkaufmann Heinrich Bialystock aus Bremen. Der Sohn Moshe Martin wird 1923 in Hannover geboren, die Tochter Miriam 1929 in Bremen. Der Lebensmittelpunkt der jungen Familie wird Bremen, wo Heinrich Bialystock ein gutgehendes Textilgeschäft unter dem Firmennamen „Adler“ führt.

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Text Stolpersteine_Familie_Bloch (PDF)

Weitere Informationen online

Wikipedia-Beitrag: Ostjuden und Westjuden
Stolpersteine Bremen Franja Bialystock, geb. Bloch, *1901
Die jüdische Familie Bialystock: Gedemütigt – Entrechtet – Verfolgt (PDF)
Städtische Erinnerungskultur Verlegte Stolpersteine in Hannover
Städtische Erinnerungskultur Karte verlegter Stolpersteine im Stadtgebiet Hannovers
Projekt Stolpersteine Internetseite

Literatur Auswahl

Texte und Bildredaktion: Michael Pechel