Kreuzstraße: Kneipe der SA

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 Ausgangspunkte des Terrors
Während des Aufstiegs der nationalsozialistischen Partei hatten sich in der ausgehenden Weimarer Republik „Sturmlokale“ oder „Verkehrslokale“ gegründet.

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Kreuzstraße: Kneipe der SA 52.373169, 9.732342   mehr lesen... (Routenplaner)

Man wollte unter sich verkehren

„Verkehrslokale“ nannten sich Gaststätten, deren Besitzer mit der Nazi-Bewegung sympathisierten und meist Parteimitglieder waren – man wollte unter sich verkehren. „Sturmlokale“ dienten einem „SA-Sturm“ als Stützpunkt. Hier trank man zusammen, von hier ging es zu Kundgebungen und Saalschlachten mit dem politischen Gegner, von hier ging es später zu nächtlichen Razzien in „Judenhäusern“.

Treffpunkt der Nazis in der Altstadt

Das 1887 eröffnete Restaurant Zur Kreuzklappe am Kreuzkirchhof genoss in den zwanziger Jahren einen sehr zweifelhaften Ruf, hier verkehrten Kriminelle und Prostituierte. Noch vor 1933 nannte sich die Gaststätte zu „Restaurant Alt-Hannover“ um. Sie wandelte sich zum Treffpunkt des SA-Sturms 3/13, der Wirt machte Werbung als PG (= „Parteigenosse“) und SA-Mann.

Zerstörung und Wiederaufbau

Zwischen 1939 und 1941 wurde das Gebäude im Zuge der „Altstadtgesundung“ saniert und 1943 bei Luftangriffen zerstört. Das gesamte Kreuzkirchenviertel wurde zu Beginn der 1950er Jahre neu bebaut, dabei entstand auch dieses Haus neu. Seit Jahrzehnten besteht dort – unter dem alten Namen „Kreuzklappe“ – ein vollkommmen unverdächtiges türkisches Restaurant.

Weitere Informationen

Wikipedia-Beitrag: Kreuzklappe

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